Andy Larrett 850.00
endet am 01.08.2021 um 17:13Uhr
Karsten Berlin 93.26
Kurt Sauer 230.00
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Meike Linda Bücher 180.00
Joseb Smoktun 980.00
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Naive Kunst – Werke der avandgardistischen Stilrichtung erwerben bei Argato

Unter dem Begriff „naive Kunst" werden gewöhnlich künstlerische Arbeiten von Autodidakten zusammengefasst, die bei der Auswahl der Bildmotive einfache, sorglose und fantasievolle Sujets bevorzugen. Die Darstellung der Motive, die vorwiegend Lebewesen und Gegenstände abbilden, erfolgt ebenfalls simplistisch und vernachlässigt zum Beispiel die Berücksichtigung von Schattenwürfen. Damit steht die naive Kunst in Konkurrenz mit weiteren Sammelbegriffen für autodidaktische Kunst wie Art brut und Outsider Art, die sich mehr mit dem sozialen Status und dem geistigen Zustand der Künstler beschäftigen. Eine genaue Abgrenzung der autodidaktischen Kunstströmungen ist aber nur schwer möglich.

Naive Kunst – Charakteristika und Darstellungen

Die naive Kunst stellt eine Ausdrucksform für zahlreiche Laienkünstler dar und lässt sich dementsprechend nur schwer charakterisieren. Die Individualität innerhalb der Kunstrichtung ist aufgrund der vielen Einflüsse und dem Fehlen von vorgegebenen Regeln und Techniken sehr hoch. Im Zentrum der naiven Künste liegt jedoch eindeutig die Malerei. Bei der Auswahl der Bildmotive bedienen sich Künstler oft gewöhnlicher Gegenstände des Alltags oder der direkten Umgebung. Oftmals werden auch in Träumen erlebte, fantasievolle Bilder als Motiv verwendet. Die Darstellung der Bilder und Motive erfolgt ebenfalls in einer einfachen Form, beispielsweise werden Gegenstände und Lebewesen oft nur stark reduziert gestaltet. Auch auf die Abbildung von Licht und Schatten verzichten viele der Künstler, stattdessen werden meist kräftige und helle Farben verwendet. Naive Künstler bauen oft eine emotionale Bindung zu ihren Kunstwerken auf, da sie in der Regel Bilder und Motive wählen, zwischen denen eine Verbindung zu persönlichen Erlebnissen, Träumen oder Schicksalen besteht. Naive Kunst wird oftmals mit einer gewissen Kindlichkeit und Offenherzigkeit assoziiert, was häufig damit zusammenhängt, dass Laienkünstler sich nicht strikt an künstlerische Richtlinien wie den drei Regeln der Perspektive orientieren. Diese von Malern aus der Renaissance festgelegten Regeln besagen, dass Kunstschaffende die Größen von Objekten in der Darstellung proportional zur Entfernung reduzieren. Des weiteren sollen weiter entfernte Objekte mit gedeckten Farben und einem niedrigeren Detailgrad gemalt werden. Die Einhaltung dieser Regeln wird in der naiven Malerei üblicherweise vernachlässigt. Motive werden oft mit schiefen und ungleichen Geometrien abgebildet. Für die Darstellung werden oft Muster und dicke Farben Hintergründen.

Entstehungsgeschichte und bekannteste Wegbereiter

Ihren Ursprung findet die naive Kunst Ende des 19. Jahrhunderts, als sie erst von professionell arbeitenden Künstlern und später vom deutschen Kunsthistoriker und -händler Wilhelm Uhde entdeckt und wahrgenommen wurde. Die erste Publikation, die im Zusammenhang mit naiven Künsten steht, ist jedoch der Almanach "Der blaue Reiter", welcher 1912 veröffentlicht wurde. Es handelte sich dabei um eine Kollektion von Arbeiten der gleichnamigen Künstlergruppe, die sich zusammenschlossen, nachdem sie von der Neuen Künstlervereinigung München zurückgewiesen wurden. Die Gruppe bestand größtenteils aus deutschen und russischen Künstlern wie Franz Marc oder August Macke und Wassily Kandinsky oder Alexej von Jawlensky. Ihr damaliges Ziel war es, sich von den strikten Regeln der traditionellen Künste zu lösen. Den Begriff "Naive Kunst" wurde zuerst durch den bereits genannten Kunsthändler Wilhelm Uhde geprägt. Er förderte viele talentierte Laienkünstler aus Paris, die eigentlich vollkommen unterschiedliche Berufe wie Beamter, Putzfrau oder Gärtner ausübten. Als er 1928 seine erste eigene Ausstellung unter dem Namen "Maler des heiligen Herzens" in Paris veranstaltete, räumte er eben diesen Laienkünstlern einen bedeutenden Platz in der Exposition ein. Während dieser Ausstellung wurde auch zum ersten Mal der Begriff "Naive Kunst" offiziell verwendet. Unter anderem entdeckte und förderte Uhde auch den wohl bekanntesten und wichtigsten naiven Künstler Deutschlands, Adalbert Trillhaase, von dem beispielsweise das Bild "Der barmherzige Samariter" stammt. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Bekanntheit des naiven Kunststils auch weltweit weiter an, indem Wanderausstellungen in den Kunststandorten London, Paris und Zürich stattfanden. Auch New York als wichtiger Punkt der Kunstwelt war Besuchsort der Ausstellung. In den weiteren Nachkriegsjahren erlangte der neuartige Kunststil vor allem in osteuropäischen Ländern wie Serbien, Kroatien und Bulgarien große Popularität. Einer der großen naiven Künstler ohne akademische Ausbildung ist der französische Maler Henri Rousseau, der zu den Wegbereitern des Surrealismus gezählt wird. Er wurde bekannt durch Bilder, in denen er Dschungelszenen darstellte wie in seinen Werken "Der Traum" oder "Exotische Landschaft", obwohl er selbst Frankreich nie verlassen hat. Als Inspiration dienten ihm viel mehr Bücher, die er als Kind las und seine Besuche der botanischen Gärten in Paris. Rousseuas Kunst beeinflusste avangardistische Künstler wie Max Beckmann und Jean Metzinger sowie viele surrealistische Strömungen. Weitere wichtige Kunstschaffende der naiven Stilrichtung sind der Italiener Antonio Ligabue und der Russe Nikifor. Ligabue wurde in den 1940er Jahren bekannt durch Malereien von exotischen Tieren. Zu seinen bekanntesten Werken gehören unter anderem "Tiger" und "Leopard". Nikifor malte in seiner Schaffenszeit über 40.000 Bilder und Gemälde und zeigte damit, dass eine akademische Kunstbildung nicht erforderlich ist, um Menschen mit seinen Werken zu berühren. Alle genannten Künstler sind Wegbereiter der modernen Kunstrichtung, aus welcher wiederum weitere neue und moderne Kunstrichtungen entstanden sind. Damit eröffneten Sie auch vielen aufstrebenden und talentierten Künstlern Chancen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und ebneten für diese damit einen Weg in die Kunstbranche.

Naive Kunstwerke bei Argato entdecken

Argato ist eine Online-Plattform für den Kunsthandel, auf der zahlreiche talentierte Künstler ihre Bilder, Gemälde oder Skulpturen selbstständig offerieren und verkaufen können. Sie können die Kunstwerke direkt bei den Künstlern erwerben und im Zuge dessen auch in persönlichen Kontakt mit ihnen treten. Alle aktuell zum Verkauf verfügbaren Werke der naiven Kunst finden Sie in der folgenden Übersicht. Die Werke können entweder für einen Direktpreis gekauft oder innerhalb einer Rückwärtsauktion erworben werden. Bei Rückwärtsauktionen sinkt der Preis im Gegensatz zu herkömmlichen Auktionen, bis ein vorab festgelegter Mindestpreis erreicht wird. Der erste Auktionsteilnehmer, der ein Gebot akzeptiert, erhält schließlich den Zuschlag für das Kunstwerk. Eine Rückwärtsauktion erkennen Sie am blauen Auktionshammer im rechten oberen Bildabschnitt. Falls es zu Problemen oder Komplikationen während der Kaufabwicklung kommt oder Sie allgemeine Fragen zur Plattform haben, steht Ihnen das Argato-Team hilfreich zur Seite.

 

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